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Unsere Bio-Milch kommt aus der Region

Mir machet unsren Käs selbscht!

Angefangen hat es 1998, als den ökologisch orientierten Bauern der Region ihre Bio-Milch von einer Großmolkerei wegen Desinteresses nicht abgenommen wurde. „Mir machet unsren Käs selbscht!“ beschlossen die Landwirte. Was fehlte, war ein erfahrener Partner für die Käserei. Evelyn Wild, hatte Landwirtschaft gelernt und einige Sommer als Sennerin im Nationalpark Hohe Tauern in der Milchwirtschaft gearbeitet, war von der Idee begeistert. Der Anfang war nicht leicht. Viele Hürden mussten genommen werden in der Finanzierung und im Aufbau eines Marktes.

So wird die Milch zum Käse

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Öko-Logisch

Heute ist das Öko-Projekt ein Erfolg. Jährlich 800.000 Liter Bio-Milch von neun Landwirten aus der Region wird zu rund 65.000 Kilogramm Käse in sechs Sorten, zu Joghurt, Butter und Quark verarbeitet. Dabei wirtschaften die Landwirte und die Käserei nach Umwelt- und Qualitätskriterien von Bioland und Demeter. Neben Sorgfalt und Hygiene ist die Umweltverträglichkeit in allen Produktionsphasen oberstes Gebot: Wir beziehen Ökostrom, sterilisiert wird ausschließlich mit Dampf, durch Wärmerückgewinnung wird Energie gespart. Um die Qualität nachhaltig zu sichern wird jede Charge der Herstellung im Detail dokumentiert.

Bio Käse

Der größte Unterschied zwischen Bio-Käse und konventionellem Käse ist der Rohstoff Milch. Artgerechte Haltung und ökoligisch angebautes Futter zeichnen die Bio-Milch aus. Beim Käsen verzichten Bio-Käsereien auf problematische Zusatzstoffe wie Natriumnitrat, das Antibiotikum Natamycin oder das Enzym Lysozym. Diese Stoffe helfen, Qualitätsprobleme bei der Milch oder in der Verarbeitung zu umgehen. Da es für die Bio-Käse-Herstellung noch keine einheitlichen EU-Richtlinien gibt, gilt dieser Verzicht nur für Käsereien, die sich auf die Richtlinien deutscher Anbauverbände wie Bioland, Demeter oder Naturland stützen.

Die Rohmilchlieferanten der Käsküche Isny werden angemessen dafür entlohnt, dass sie arbeitsaufwendige Tierhaltung und Landschaftspflege (Streuwiesen, Berghänge) betreiben. Ihre Kälber werden mit Kuhmilch großgezogen und ausschließlich mit Heu von Extensivwiesen gelegentlich eine Handvoll Getreide aus Bioanbau füttern.